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Kondition spart Carbon

In einem früheren Artikel habe ich mal einen Testbericht über mein Navigationssystem GP7 von VDO geschrieben. Mittlerweile ist mir das GP7 ein unverzichtbarer Begleiter beim Mountainbiken geworden. Doch das GP7 kann weitaus mehr als ein normales Outdoor Navigationssystem – man kann Belastungsintervalle eingeben und im Training nachfahren. Dabei kann man ein oder zwei Kriterien angeben, die das Trainingsintervall bestimmen. Beim Training wird neben den Daten auch farblich (rot / grün) angezeigt, ob die Kriterien eingehalten werden. Die Kriterien können Zeit, Herzfrequenz, Trittfrequenz, Entfernung oder Kalorienverbrauch sein. Damit kann man sich prima sein eigenes Intervalltraining aufbauen.
Einziger Nachteil ist, dass die Eingaben am GP7 recht mühsam sind und keine Korrekturmöglichkeiten (Einfügen / Kopieren eines Intervalls) haben. Leider unterstützt weder der mitgelieferte “Map Manager” noch das optional erhältliche “PC Sport” Programm eine Eingabe und Übertragungsmöglichkeit von GP7-Trainings.
Da ich die Trainingsmöglichkeit des GP7 aber gerne intensiv nutzen möchte, habe ich mir ein kleines PC Programm geschrieben, mit dem ich Trainings erstellen, editieren und vom und zum GP7 direkt importieren bzw. exportieren kann.
Damit auch Ihr, liebe Leser, diese Möglichkeit nutzen könnt, habe ich das Programm “GP7 Training” als Freeware lizenziert und mit ein paar Beispieltrainings zum Download angeboten.

Viel Spaß damit!



Übrigens: hier der Hintergrund zum Titel: “Kondition spart Carbon”

Es hat sich zufällig ergeben, dass ich mit dem Vertriebsleiter von “MyNav” (Hersteller des GP7) in Italien in Kontakt war. Er sendete mir einen netten Bilderbericht über eine Wochenendtour in den Dolomiten zu und endete mit dem Motto: “Carbon statt Kondition”. Obwohl ich zugegebener Maßen auch gerne leichte Räder fahre, habe ich für mein Trainingsprogramm das Motto einfach umgekehrt: “Kondition spart Carbon”

PublicGPX

 

Beim Veröffentlichen meiner Touren – .gpx Files in diesem Blog habe ich bisher die .gpx – Datei immer editiert und Informationen wie Datum oder Metadaten des GPS Gerätes entfernt, um die Tracks möglichst “neutral” veröffentlichen zu können.

Da die .gpx Datei auf XML basiert, kann die Datei mit einem normalen Texteditor geöffnet, editiert und wieder abgespeichert werden. Schwieriger wird die Sache allerdings, wenn man zum Beispiel die Zeitangaben tausender von Trackpunkten entfernen will, die ja die eigenen Fahrgeschwindigkeit und Pausenzeiten angibt.

Nicht nur dass das händische Editieren viel Arbeit bereitet, es ist auch sehr fehleranfällig. Ein falsches Zeichen kann die XML Struktur zerstören und der Track ist nicht mehr ladbar.
Deshalb habe ich nach einem Programm gesucht, womit ich das machen kann. Die bekanntesten frei erhältlichen Programme, die ich gefunden habe sind “GPSBabel” oder “GPX Editor”, mit denen man solche “Operationen” durchführen kann. Leider waren für mich beide Programme viel zu umfangreich und kompliziert und letztendlich habe ich es nicht geschafft die Daten wie gewünscht zu verändern.

 

Nach langem “Googeln” nach einem entsprechenden Programm, habe ich also zur Selbsthilfe gegriffen und selbst eins programmiert, “PublicGPX” genannt und Euch allen als Freeware zur Verfügung gestellt.

 

Der Screenshot zeigt eigentlich schon alle Funktionen des Programms:

Im folgenden Link sind noch detailliertere Angaben nachzulesen und natürlich das Programm  zum Download angeboten:

Public GPX

Public GPX


Viel Spaß beim Verwenden!


Anregungen zur Weiterentwicklung sind ausdrücklich erwünscht – bitte als Kommentar zu diesem Artikel. Auch für positive oder negative Kritik bin ich sehr dankbar. 

 

 

SRAM Kettenschloss gerissen

Als ich mir letztes Jahr mein Cube AMS Pro R1 Mag gekauft habe, fiel mir das praktische SRAM Kettenschloss (PowerLink) auf. Man kann die Kette problemlos mit der Hand öffnen und wieder schließen. Damals verwarf ich den Gedanken, dass dieser Verschluß evtl. auch beim Schalten aufgehen könnte, da eine so bekannte Marke bestimmt nur erprobte Zubehörteile verkaufen wird.

Falsch gedacht !

Gestern ist es mir passiert: ich habe etwas zu spät geschaltet beim Übergang von Abfahrt zu einer ziemlich steilen Auffahrt. Dadurch wollte ich unter Last gleich mehrere Gänge hochschalten – ein kurzes Krachen und die Kette war abegerissen.

Eines der beiden Verschlußteile habe ich noch mit abgerissenem Stift gefunden – der Rest ist wohl weggesprungen und war unauffindbar. Zum Glück war es nur das “Feierabendtraining” und keine Alpentour. Da ich “natürlich” keine Ersatzteile dabei hatte musste ich zurückschieben und konnte mich dann abholen lassen (vielen Dank an den “Abholservice”) …

 

Hier meine Vermutung, wie das passieren konnte:

 

Beim Hochschalten reibt die Kette am nächst größeren Zahnkranz. Beim Hochschalten über mehrere Gänge, entsteht hier eine große Querbelastung der Kette und die Zähne drücken seitlich gegen die Kettenglieder – also auch gegen das Verschlußteil. Da der Kettenverschluß durch verschieben des Verschlußgliedes aufgeht, ist es wohl entscheidend in welcher Richtung das Verschlußteil zum größenern Zahnrad hin liegt. Leider habe ich dazu noch keine Beschreibung vom Hersteller gefunden, die darauf hinweisen würde. Ich werde in Zukunft jedenfalls immer einen Ersatzverschluß dabei haben…