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Eibsee Runde

Lermoos – Hochtörlenhütte – Eibsee – Griesen – Lermoos
Tourendaten: 40 km, ca. 900 Hm
Hier der GPX-Download: Eibseerunde.gpx

 

Diese landschaftlich wunderschöne MTB Tour hat keine technischen Schwierigkeiten und braucht auch nicht viele Höhenmeter, um dennoch ein lohnender Halbtagesausflug zu sein. Da man in der gesamten Zugspitzarena selten einsame Touren machen kann, darf man sich nicht daran stören bis zur Tiroler Zugspitzbahn auf der Teerstraße fahren zu müssen, obwohl daneben im Wald ein schöner, aber für MTB´s gesperrter Kiesweg gebaut wurde.
Nach der Hochtörlenhütte erreicht man den höchsten Punkt an der Deutsch/Österreichischen Grenze. Danach kann man auf Singletrails bis zum Eibseeblick fahren, bevor es dann auf Forststraßen zum Eibsee hinunter geht. Zum Glück ist der Weg um den Eibsee herum breit genug, die vielen Touristen und uns Mountainbiker gemeinsam zu verkraften.
Unten im Loisachtal gibt es die, in der Karte eingezeichnete Brücke leider nicht mehr. Nachdem das Wetter warm ist, tragen wir die Bikes kurzerhand durch die Loisach durch. Natürlich kann man auch weiter unten bei Grainau über die Loisach fahren.
Der Anschließende Weg geht gemütlich, aber immer leicht bergauf durch den Wald auf Forststraßen zurück nach Ehrwald und Lermoos.

Hirschenstein – Vogelsang

Flucht vor dem Gewitter

Tourendaten: 40 km, 1300 Hm
Hier der GPX-Download: Schwarzach-Hirschenstein-Kalteck-Vogelsang.gpx

Regenburger Stein
Regensburger Stein

Geplant war eigentlich vom Hirschenstein Richtung Pröller zu fahren – leider hatte der Gewittergott beschlossen, schon ab Mittag dunkle Wolken aufziehen zu lassen. Nachdem der Hirschenstein die erste höhere Erhebung nördlich der Donauebene darstellt, entwickeln sich hier extrem schnell Quellwolken, die sich dann sehr häufig zu einem Gewitter weiterentwickeln – während es weiter südlich noch richtig sonnig ist. Auch bei dieser Tour entwickelte sich ein Gewitter hinter dem Hirschenstein, so dass ich beschloss, Richtung Kalteck abzufahren und weiter zum Vogelsang zu radeln. Die Auffahrt zum Vogelsang geht recht gut bis kurz under dem Gipfel, wo sich irgendwie kein Wegweiser zum Vogelsang Gipfel mehr finden will. So habe ich (siehe Karte) den Gipfel irgendwie umrundet ohne wirklich angekommen zu sein. Nachdem es hinter dem Hirschenstein bereits gewaltig donnerte, hielt ich mich hier auch nicht länger auf und fuhr so schnell wie möglich über Kalteck zum Schuhfleck und zurück nach Schwarzach.

Höhenprofil (Aufzeichnung, nicht nachjustiert):
Höhenprofil

Brixen – Hohe Salve

Tour mit kleinen Hindernissen

So wie ich diese Tour gefahren bin, war sie weder geplant, noch immer sinnvoll! – ich werde aber noch eine korrigierte Route hier zum download anbieten!
Startpunkt war das Alpenvereinshaus der Sektion Regensburg in Brixen. Von da weg kann man laut Karte Wanderwege bis rüber zur Zinsberg Straße fahren. Das geht schonmal nur eingeschränkt, da viele Zäune und Tore einem Mountenbiker die Durchfahrt erschweren und das Rad über viele Zäune „geworfen“ werden muss. Zudem geht es dann über teilweise sehr steile Wiesen, die kaum befahrbar sind. Zum Zinsberg geht es dann über die Teerstraße, die erst später in eine Forststraße übergeht, locker aufwärts. Eigentlich geht es vor dem letzten Gipfelhang rechts unter dem Gipfel des Zinsbergs vorbei – ich wollte es aber mal links probieren. Dies hatte neben tiefen Schneefeldern (Schieben im Schnee macht einfach keinen Spaß!) und extrem steilen Wegpassagen zur Folge, dass ich nicht auf dem Zinsberggipfel ankam, sondern auf einem unbenannten Nebengipfel. Leider war es bei dem vielen Schnee nicht möglich wieder zum Zinnsberg rüber zu fahren und so musste ich direkt auf der Skipiste zum Fuße der Hohen Salve abfahren.
Die anschließende Auffahrt bis kurz unter dem Salve Gipfel geht super zu fahren. Die Abfahrt nach Hopfgarten geht nach der Hälfte in eine Teerstraße über. Dabei darf man die Abzweigung (kleiner markierter Wanderweg) zur Brixental Straße nicht verpassen, sonst muss man durch Hopfgarten auf der Hauptstraße weiterfahren. Über diesen Weg braucht man die Hauptstraße nur zu überqueren und kann gemütlich die kleinen Wege an Westendorf vorbei Richtung Brixen radeln.

Die Tour hat über 1600 Höhenmeter bei nur 35 Km.
Hier der GPX-Download: Zinsberg-Salve.gpx

Mühlgraben – Trail

eine Variante zur Hirschensteinrunde


Download GPX Track:

Mühlgraben-Trail.gpx


diese Variante geht vom Predigtstuhl nicht zum Hirschenstein, sondern zweigt auf die Ödwies ab um dort dem Mühlgraben zu folgen. Zuerst noch ein wenig gesucht neben der Forststraße (wobei vermutlich der Mühlgraben vor der Forststraße gebaut wurde), schlängelt sich der Trail dann idyllisch neben dem Mühlbach entlang.

Der Trail ist sehr flowing angelegt, obgleich sich zum „dynamischen“ Fahren die vielen Wanderer am Wochenende ganz schön störend auswirken.

Anmerkung: Um keine Missverständnisses aufkommen zu lassen – ich habe absolut nichts gegen Wanderer, an denen ich in angemessenem Tempo vorbeifahren kann, ohne beschimpft zu werden. Der Mühlbach Trail ist als Single Trail eben nur einspurig und sollte daher nicht unbedingt an einem schönen Wochenende befahren werden.

Wie fast alle Wege rund um den Hirschenstein, so führt auch der Mühlgraben am „Schuhfleck“ vorbei. Normalerweise endet hier fast jede Tour, da man mit dem Bike in ein paar Minuten in Grandsberg zurück ist. Der Mühlgraben Trail aber geht hier noch weiter und es kommen sogar die schönsten Passagen des ganzen Weges. Endlich steiler bergab (und hier auch ohne Wanderer…) kann man es richtig laufen lassen. Doch dann kommt ein abruptes Ende und es geht (wie gedanklich bei der Abfahrt schon befürchtet) im rechten Winkel weg vom Bach und sehr steil bergauf. Nach diesem grob-blöckigem Wurzelweg, der bis 20% steil ist (gerade noch fahrbar!), geht es über einen kurzen Abfahrtstrail direkt zum Parkplatz in Grandsberg.

Urteil: Der Mühlgraben Trail ist als Variante mal ganz nett zu fahren, lohnt sich aber nicht als eigenständige Tour. In der vorgestellten Kombination mit Knogel, Pröller und Predigtstuhl ist es eine schöne Tour, deren kräfteraubender Endanstieg nicht wirklich zum Charakter der restlichen Tour passt.

Karwendelrunde

ein Klassiker…


Download GPX Track: Karwendelrunde.gpx

Zu den bekanntesten Routen im Süddeutschen Alpenraum gehört wohl die Karwendel Runde von Mittenwald aus. Zuerst die Leutasch entlang bis Scharnitz zum „Einrollen“. Dann geht es auf einer Forststraße relativ gemütlich aufwärts bis man rechts oben das Karwendelhaus sieht. Der letzte etwas steilere Anstieg geht nur ein paar Kehren und schon steht man am Karwendelhaus. Die Mountainbiker sind hier ganz klar in der Überzahl (gegenüber den Wanderern).


Karwendelhaus


Eine Einkehr in dem meist überfüllten Karwandelhaus kann man sich eigentlich sparen und gleich die Abfahrt nach Hinterriß in Angriff nehmen. Die Abfahrt ist recht „flowing“ und so kommt man relativ flott runter. Nach einer Mittagsrast in Hinterriß geht es dann mit vollem Magen gleich ganz schön steil los. Wer zum Karwendelhaus hinauf schon gedacht hat es sei steil, wird hier feststellen, warum er einen ersten Gang dabei hat… Nach dem ersten der beiden Anstiege geht es leicht bergab zu einem Bach, den man irgendwie überqueren muß. Nachdem schon ein paar Radlfahrer ihre Schuhe und Socken ausgezogen haben um die Räder durch den Bach zu tragen, versuche ich es gleich mit Schwung fahrend. Ganz schön tief, denke ich mitten in dem 5 Meter breiten Bachbett – und da man besser in die Pedale tritt als stehenzubleiben und umzufallen, bleibt mir nichts anderes übrig als beim Treten jedesmal mit den Schuhen voll ins Wasser einzutauchen. Nur nichts anmerken lassen und über die anderen „Barfußgeher“ lächeln. Weiter wird die Forststraße nun richtig steil mit stellenweise zwischen 16 und 20 Prozent. Hat man die Vereinalm dann erreicht, geht es nur noch bergab bis Mittenwald.

Die Tour ist zurecht so bekannt, wie viel befahren, da sie kaum technische Schwierigkeiten aufweist und landschaftlich sehr schön ist. Wer gerne mit vielen anderen Mountainbikern unterwegs ist, ist hier richtig. Man sollte die Tour aber auf keinen Fall unterschätzen, da die Route trotz der nur 1800 Hm ständig steiler und kräftezehrender wird.

VDO GP7 Testbericht

VDO GP7 – Liebe auf den zweiten Blick…

(ein Testbericht über das routingfähige Outdoor Navigationssystem VDO GP7)


Inbetriebnahme:

 

Nach dem Auspacken des Navigations Gerätes und dem Einlegen der micro SD Karte und des Accus steht man zuerst vor dem Problem, wo ist der Einschalter? Die drei Druckknöpfe schalten das Gerät jedenfalls nicht ein. Erster Gedanke: der Accu ist leer! Also schnell das mitgelieferte Ladegerät angesteckt, doch nichts tut sich. Kein Lämpchen oder sonst irgend ein Hinweis zeigt an, ob das Gerät nun geladen wird, oder nicht. Also doch zuerst die Kurzbedienungsanleitung durchlesen. Aha, hier steht es: die mittlere Taste ca. 5 Sec. gedrückt halten – und „schon“ startet das Gerät.

 

Erste Ausfahrt:

 

Die Bedienung des Gerätes ist dann (zuerst) doch weitgehend selbsterklärend und der Touchscreen ist gut bedienbar. Also schnell auf der Karte ein paar Zwischenpunkte markiert, die Navigation berechnen lassen und los geht´s. Ach ja, zuvor noch schnell die Fahrradhalterung auf den MTB Lenkervorbau montieren (geht wirklich easy mit zwei Kabelbindern und sitzt absolut fest).

Die Sateliten sind relativ schnell gefunden (ca. 1 Min.) und schon sagt eine Stimme: „rechts abbiegen“. Naja, rechts geht es hier nicht, also schlage ich den Weg ein, den ich auch als Route berechnen ließ. Schnell zeigt sich auf dem Display ein grüner Pfeil (das bin ich) und vor mir eine Karte mit vielen schwarzen Wegen. Nicht gerade übersichtlich, finde ich im ersten Moment. Dann lasse ich mich navigieren – rechts, links usw. – bis zum ersten Zwischenziel. Am ersten Zwischenziel vorbei (zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass das Gerät ansagt, wenn der Punkt erreicht wurde) und schon routet mich das Gerät zurück, obwohl ich mich immer noch genau auf der angezeigten Route befinde.  Wenn ein Zwischenziel nicht erkannt wurde (weil es z.B. ungenau angegeben wurde), so wird der Punkt logischerweise solange angeroutet, bis man entweder das Zwischenziel erreicht oder den Button „Zwischenziel auslassen“ drückt.

 

Tipp:

Die Zwischenziele so genau wählen, dass diese genau auf einer zu fahrenden Straße liegen (erkennt man daran, dass ein Teil der Straße beim markieren grün wird) – dann werden die Zwischenziele auch beim Vorbeifahren sicher erkannt.

 

Geschwindigkeits- und Herzfrequenz Sensor:

 

Wirklich gelungen sind die ANT+ Sensoren, die sofort automatisch vom GP7 erkannt werden. Absolut zuverlässige Datenübertragung, auch unter Hochspannungsleitungen.

 

Routen navigieren oder Tracks nachfahren?

 

Wer eine ganz bestimmte Tour fahren will, sollte diesen unbedingt als Track nachfahren (und nicht als Route mit jeder Menge Zwischenzielen). Wer dagegen nur zur nächsten Ortschaft kommen will, weil er sich mal wieder im Wald verfahren hart, kann auf die Navigationsmöglichkeiten des GP7 absolut vertrauen. Wer allerdings die kürzeste mit dem MTB befahrbare Strecke sucht, steht vor dem Problem, welches Verkehrsmittel für die Berechnung gewählt werden soll. Leider ist die Software so „korrekt“, dass beim „Fahrrad“, ausgezeichnete Fußgängerwege absolut nicht routet – auch wenn man nur 30 m über eine Fußgängerbrücke schieben müsste und dafür 20 km Umweg in Kauf nehmen muss.

Die Verkehrsmittel sind allerdings nicht im GP7 angelegt, sondern bei den Karten hinterlegt. Die Österreich und Italien Karte haben ein zusätzliches Verkehrsmittel „Mountainbike“.

 

Die Karten:

 

Die routingfähigen Karten enthalten so ziemlich jeden auch noch so kleinen Weg, den man als Mountainbiker braucht. Leider sind auch viele Wege eingezeichnet, die längst verfallen sind. Optisch sind die Karten durch die Farbwahl der Wege etwas gewöhnungsbedürftig, trotzdem kommt man während der Fahrt gut damit zurecht.

Wenn man lieber nach einer Kompass Karte oder mit irgendeiner anderen Karte navigiert, so kann man ein Bild dieser Karte über die interne Karte legen. Wenn man allerdings eine Karte ohne Koordinatenlinien benützt, kann das Kalibrieren der Karte zum Geduldsspiel werden. Dies liegt vor allem daran, dass alle Karten untereinander doch relativ stark abweichen. So braucht man zum Kalibrieren der Karte 3 Punkte, die auf beiden Karten möglichst die gleichen Koordinaten haben sollten. Leider sind auch Straßen- und Wegabzweigungen nicht auf jeder Karte gleich abgebildet. Ist die Karte dann aber kalibriert, so fuktioniert es perfekt und man kann nach jeder beliebigen Karte seine Route nachfahren. Ein schönes Feature ist, dass man einzelne Kartenlayer (z.B.: Mountainbikewege) aus der Grundkarte über die aktuelle Karte einblenden kann und so die verwendete Rasterkarte ergänzt.

 

Die Software am PC:

 

Eine der größten Mägel des Gerätes ist die mitgelieferte Software. Damit kann man zwar Routen Planen, Karten rastern und Tracks vom und zum Geräat übertragen, aber das war´s auch schon. Es gibt keine vernünftige Auswertung der gefahrenen Route, keine Statistik über die Touren und alles was man sonst von derartiger Software gewöhnt ist. Um seine Touren vernünftig am PC auswerten zu können ist die optional erhältliche Software PC Sport (45.-€) notwendig.

 

Sensorik:

 

Perfekt!

Absolut Klasse ist der Navigationssensor. Dieser hat sowohl im dichten Laubwald noch sehr guten Empfang und zeichnet die Position absolut genau auf. Im Vergleich mit aufgezeichneten und nachgefahrenen Tracks aus dem Internet, liegt der GP7 deutlich genauer auf dem eingezeichneten Weg der Karte.